Liebe Freunde und Förderer des Wolf-Ferrari Ensembles,

Nach einer Sommerpause freuen wir uns auf einen dicht gepackten Terminkalender mit der Musik von Wolf-Ferrari. Die Verbreitung seiner wunderbaren Kompositionen ist uns nicht nur ein zentrales Anliegen. In der beglückenden und ausgiebigen Beschäftigung mit seiner Musik wird uns in diesem Jahr auch besonders deutlich, welches Privileg wir innehaben, sich diesen Kompositionen so intensiv und geballt widmen zu können. Das geht nur dank der großen Unterstützung durch unsere Konzertbesucher und Spender! Kommen Sie und teilen Sie mit uns den Genuss seiner Werke, die wohl kaum wieder in so enger Abfolge erklingen werden. Im schnellen Konzerttakt spielen wir bis Mitte September drei Konzerte mit dem Klavierquintett, den Violinsonaten und Ausschnitten aus den Klaviertrios. Den Beginn macht die MoonMelody am jetzigen, letzten Freitag des Augusts mit den Klavierquintetten von Wolf-Ferrari und Sandro Blumenthal:
MoonMelody August 2026 - Wolf-Ferrari: Klavierquintett
MoonMelody CXLVI in der
Grunewaldkirche

Bismarckallee 28b | 14193 Berlin | S-Grunewald | Bus X10, M19, M29, 110, 186
Freitag, 28.8.2026, 21:00 Uhr

Wolf Ferrari 150: Klavierquintett
Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948): Klavierquintett Des-Dur (1900) -
Sandro Blumenthal
(1874-1919): Klavierquintett D-Dur (1898)
Uwe Hirth-Schmidt - Violoncello
Mirjam Beyer, Azusa Krist - Viola
Lili Thorau, Wolfram Thorau - Violine

Eintritt frei, Spende erbeten

Ermanno Wolf-Ferrari - Beginn Klavierquintett op. 6

Das Füllhorn unserer Wolf-Ferrari-Konzerte dieses Herbstes ist für uns mit einigen Premieren, teils formaler Art gepaart. In der August-MoonMelody spielen wir nicht nur zum ersten Mal vollständig das Klavierquintett von Sandro Blumenthal, auch wird es die erste Nachtmusik sein, in der wir zwei komplette Kammermusikwerke spielen, die noch dazu – der Idee der Nachtmusiken, „Musik im Zwiegespräch“, folgend - im Wechsel erklingen. Das ungewöhnliche Konzept der MoonMelodies entstanden ursprünglich auch durch den Wunsch einzelne – vor allem getragene - Sätze oder kleinere Stücke in einen sinnvollen, durchgehenden Konzertablauf meditativer Art ohne erklärende Worte zu bringen. Der für die klassische Musik so selbstverständliche und zentrale Aspekt des einzigartigen, vollständigen Werkes mit Sätzen ganz unterschiedlichen Charakters tritt dabei in den Hintergrund. 145 Mal haben wir dieses Format seit 2013 mit den unterschiedlichsten Arten von Musik und in mannigfachen Varianten schon ausprobiert und durchgespielt. Das ein oder andere Mal erklang auch schon ein vollständiges Werk, unterbrochen von Zwischenspielen. Zwei große Werke im Wechsel hatten wir jedoch noch nie auf dem Programm, denn aus traditioneller Sicht würde das Werkidee ad absurdam führen, was nie die Intention der Nachtmusiken war. Der Plan, den Großteil von Wolf-Ferraris Kammermusik in diesem Jubiläumsjahr im Rahmen der MoonMelodies aufzuführen, war aber immer auch mit der Idee verknüpft, genau in diesem Rahmen sinnvolle neue Zusammenhänge zu schaffen und geeignete Musik für ein Zwiegespräch zu finden. Für das vollmundige Klavierquintett op. 6 in Des-Dur sind wir dabei schon vor ein paar Jahren auf ein fast perfekt geeignetes Partnerwerk gestoßen. Das Klavierquintett Nr. 1, op. 2 in D-Dur von Sandro Blumenthal, beides absolute Raritäten des gängigen, sehr engen Repertoires dieser Gattung. Blumenthal, mit seinem schmalen Oeuvre ohne Frage ein noch größerer Exot der Spätromantik als Wolf-Ferrari, war wie unserer Namenspatron Deutsch-Italiener, mit einem Altersunterschied von gerade zwei Jahren sind sie wirkliche Zeitgenossen, beide studierten bei Rheinberger in München Komposition (der zwei Jahre jüngere Wolf-Ferrari von 1892-95, Blumenthal ab 1896), beide Klavierquintette sind annähernd zeitgleich (1898/1900) entstanden und frühe Werke ihrer Schöpfer. Sie folgen der traditionellen, viersätzigen Satzabfolge (Kopfsatz in Sonatenform, Adagio, Scherzo, Finale), dauern je ca. 30 Minuten und huldigen einem spätromantischen, prachtvollen, im Kern immer lyrischen Klangideal. Die starke Ähnlichkeit würde in einem gängigen, zweiteiligen Konzertprogramm mit beiden kompletten Werken fast zu einer zu großen Gleichförmigkeit führen. In der MoonMelody, spielen wir alle Sätze im Wechsel, so dass sie sich direkt hintereinander hören lassen. Nicht nur die verschiedenen Tonarten, auch kompositorische Eigenheiten, Instrumentation und auch prinzipielle strukturelle Vorlieben der Schöpfer treten so miteinander in einen spätromantisch-schwärmerischen Dialog, der vom gewohnten Fluss ruhiger Werke der MoonMelodies abweicht. Wir sind auf dieses Experiment sehr gespannt und hoffen auf viele Zuhörer für diese Verschränkung der beiden Jahrhundertwende-Werke der repräsentativen Paradedisziplin Klavierquintett unter prägender Mitwirkung des Bösendorfer Imperial, des spätromantischen Flügels schlechthin!
Als kleinen Teaser können sie den ersten Satz des Werkes von Blumenthal aus dem Livestream der April-MoonMelody 2021 hier auf Youtube hören/sehen:
Sandro Blumenthal – Klavierquintett D-Dur, Allegro moderato (April 2021, WFE Corona-Livestream)
.
Am Samstag, den 12. September, geht es dann gleich mit Wolf-Ferraris Violinsonaten weiter, einer Gattung für die über den Zeitraum von fast 50 Jahren drei Werke komponierte. Die späteste davon, die Sonate op. 27 in E-Dur (ca. 1943) spielen wir dabei zum erstem Mal. Ebenso zum ersten Mal werden wir mit den drei Sonaten von Wolf-Ferrari einen „enzyklopädischen“ Sonatenabend wagen, wie es sich erstaunlicherweise in der „intelligenten“ Programmgestaltung anspruchsvoller Interpreten etabliert hat. Da sich die drei Sonaten schwer auf zwei Teile aufteilen lassen, werden wir dieses Konzert vermutlich formal ungewohnt in drei Teile bei zwei Pausen aufteilen und jedem Werk seinen eigenen Raum zugestehen. Nur sechs Tage später, am Freitag, den 18. September stehen dann endlich die Klaviertrios in Ausschnitten auf dem Programm. Ohne die Begegnung mit dem Kopfsatz des D-Dur Trios op. 5 gäbe es keine MoonMelodies, kein Wolf-Ferrari Ensemble, es ist im positiven Sinne das Schicksalswerk des Ensembles! Er erklingt an diesem Abend gemeinsam mit weiteren ausgewählten Sätzen aus op. 5 und dem ungleichen Schwesterwerk op. 7. Wir verknüpfen diese Triosätze mit sprachlichen Impulsen, Dr. Christian Thorau trägt zwischen den Instrumentalwerken Gedanken zum Komponisten Wolf-Ferrari vor. In der Nachtmusik im Oktober, am 9.10.2026 steht dann das Cello mit einer weitere Premiere für uns im Mittelpunkt. Wolf-Ferraris späte Cellosonate op. 30 erklingt zum ersten Mal in einem unserer Konzerte, gespielt von Uwe Hirth-Schmidt und Niek van Oosterum. Wir ergänzen sie durch eine weitere, seltene Duobesetzung, Violine und Cello, für die Wolf-Ferrari zwei Werke komponierte.
Wie schon geschrieben, teilen alle diese Aufführungen im Rahmen der Nachtmusiken die Kammermusikwerke auf, sie erklingen darin nie am Stück als abgeschlossenes Werk. Für Anhänger der Werktreue gibt es dann in unserem Festkonzert am Samstag, den 7. November 2026, ab 18 Uhr in der Grunewaldkirche ausgiebig der Musik von Wolf-Ferrari zu lauschen. An diesem Termin können Sie neben einer Aufführung des Cellokonzertes einiges von dem, was wir in den MoonMelodies gespielt haben als vollständiges Werk zu hören. Wir planen ein großes, kammermusikalisches Wolf-Ferrari-Klangfest!

Mit herzlichen Grüßen im Namen aller Musiker
Wolfram Thorau, Niek van Oosterum und Lili Thorau


Gerne können Sie den Link zu dieser Einladung oder dem Flyer weiterverbreiten:
http://wolf-ferrari-ensemble.de/EinladungMoonMelodyCXLVI-August2026.html
WFE auf Facebook:
https://www.facebook.com/people/Wolf-Ferrari-Ensemble-Berlin/100045672469729/

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Winterreise
instrumental für Streichquartett und Klavier
gelesen von
Jürgen Thormann
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Ermanno Wolf-Ferrari

Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948)




MoonMelodies in der Grunewaldkirche, 21 Uhr

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Vorschau
MoonMelodies:
Freitag, 28.8.2026, 21 Uhr, Grunewaldkirche
MoonMelody CXLVI: Wolf-Ferrari 150
Klavierquintett Des-Dur op. 6 - Quintettsätze von
Sandro Blumenthal, Amy Beach, Henrique Oswald
Wolf-Ferrari Ensemble. Niek van Oosterum, Klavier;
Lili Thorau, Wolfram Thorau, Violine; Azusa Krist, Viola;
Lucas Ebert, Violoncello
Eintritt frei, Spende erbeten

Freitag, 18.9.2026, 21 Uhr, Grunewaldkirche
MoonMelody CXLVII: Wolf-Ferrari 150
Sätze aus den Klaviertrios D-Dur op. 5 und Fis-Dur op. 7 -
Gedanken zu Ermanno Wolf-Ferrari
Wolf-Ferrari Ensemble. Niek van Oosterum, Klavier;
Wolfram Thorau, Violine, Lucas Ebert Violoncello;
Als Gast: Dr. Christian Thorau, Lesungen
Eintritt frei, Spende erbeten

Freitag, 9.10.2026, 21 Uhr, Grunewaldkirche
MoonMelody CXLVIII: Wolf-Ferrari 150
Duo op. 33, Introduzione e Balletto op. 35,
Cellosonate op. 30 G-Dur
Wolf-Ferrari Ensemble. Niek van Oosterum, Klavier;
Wolfram Thorau, Violine; Uwe Hirt-Schmidt, Violoncello
Eintritt frei, Spende erbeten

Freitag, 20.11.2026, 21 Uhr Grunewaldkirche
MoonMelody CXLIX: Wolf-Ferrari 150, als Gäste:
Berliner Motettenchor
Vorspiele und Intermezzi von Ermanno Wolf-Ferrari –
A cappella-Werke
Berliner Motettenschor; Matthias Schmelmer, Leitung;
Wolf-Ferrari Ensemble
Eintritt frei, Spende erbeten

Freitag, 18.12.2026, 21 Uhr, Grunewaldkirche
MoonMelody CXL!: 150. MoonMelody als Advents-Special
Adventliche und weihnachtliche Werke aus 4 Jahrhunderten –
Lieder zum Mitsingen
Wolf-Ferrari Ensemble
Eintritt frei, Spende erbeten


Konzerte:
Samstag, 12.9.2026, 19.30 Uhr, Grunewaldkirche
Kammerkonzert Wolf-Ferrari 150
Sonatenabend
Violinsonaten op.1 g-Moll, op. 10 a-Moll und op. 27 E-Dur
Wolf-Ferrari Ensemble. Niek van Oosterum, Klavier;
Wolfram Thorau, Violine
Eintritt frei, Spende erbeten

Samstag, 7.11.2026, 18.00 Uhr
Großes Festkonzert Wolf-Ferrari 150 (mehrteilig)
Kammermusik, Cellokonzert, Lieder, Nachtmusik
Wolf-Ferrari Ensemble
Eintritt frei, Spende erbeten


1. Januar 2027, 15 und 18 Uhr, Grunewaldkirche
Großes Neujahrkonzert
Klangfeuerwerk mit Werken aus vier Jahrhunderten
Wolf-Ferrari Ensemble
Eintritt frei, Spende erbeten