Liebe Freunde und Förderer des Wolf-Ferrari Ensembles,

Am Pfingstsonntag setzen wir unseren Schwerpunkt Wolf-Ferrari 150 in einem großen Pfingstkonzert fort. Für diesen Pfingsttermin, der sich zu unserer großen Freude eines steigenden Publikumszuspruchs erfreut, erweitern wir unsere Streicher- und Klavierbesetzung zum ersten Mal durch ein Bläserquintett:


Pfingstsonntag 24.5.2026, 19.30 Uhr
Grunewaldkirche
Bismarckallee 28b | 14193 Berlin | S-Grunewald | Bus X10, M19, M29, 110, 186

Pfingstkonzert zum 150. Geburtstag von
Ermanno Wolf-Ferrari
 
Kammersymphonie op. 8
Oboenkonzert op. 15, Fagottkonzert op. 16
Pfingstkonzert 2026 - Wolf-Ferrari 150
Solisten:
Peter Michel – Oboe
Stefan Siebert - Fagott

Niek van Oosterum – Klavier
Wolfram Thorau, Lili Thorau - Violine
Mirjam Beyer -Viola
Maresa Kabus -Violoncello
Mathis Burger – Kontrabass
Marcos Villalobos – Flöte
Sabina Matthus – Klarinette
 Leah Edgerton - Horn


Eintritt frei, Ausgangskollekte erbeten

Vorkonzert:
Treuenbrietzen, 23.5.2026, 19:30 Uhr,
Festsaal des Johanniter-Krankenhauses

Die 1901 entstandene Kammersymphonie op. 8 kann als Gipfel von Wolf-Ferraris Kammermusikschaffen und auch als ein Gipfel spätromantischer Klangpracht betrachtet werden. Über die Violinsonate op.1, zwei Klaviertrios op.5/7 und ein Klavierquintett op. 6, vergrößert der Komponist die Besetzungen seiner frühen Kammermusik. In der Kammersymphonie spielen ein Streichquintett, ein Bläserquintett und Klavier. Wie es der Titel verrät, steht das Werk auf der Grenze zwischen Kammermusik und sinfonischer Musik. Lange, sinfonische Themenblöcke und Entwicklungen stehen neben kleinteiliger motivischer, kammermusikalischer Arbeit. Die Instrumentation kombiniert großflächige solistische Themenvorstellungen (vor allem durch die Bläser) mit kammermusikalisch durch die Stimmen laufenden Motivdialogen und blockweiser Registrierung von Bläser-, Streicher und Klavierklängen. Wie in den meisten klassisch-romantischen Kammermusikwerken mit Klavierbeteiligung, nimmt das Tasteninstrument eine zentrale und herausgehobenen Position ein, die teils an ein Klavierkonzert denken lässt. Typisch für Wolf-Ferrari ist die Entwicklung der Themen, die sich in allen vier Sätzen vom intimen, von einer kleinen Keimzelle ausgehenden Gesang zu emphatischen und hymnischen, die volle Wirkung und Kraft der Besetzung nutzenden Höhepunkten entwickelt. Die Kammersinfonie ist ebenso ein Klangfest, ein Fest instrumentalen Gesangs wie eine Fundgrube geschicktester Themenverarbeitungstechniken, ein wirkliches Meisterwerk. Wir haben sie vor Jahren schon gespielt, jedoch immer in einer eigenen, klanglich eingeschränkten Version nur mit Streichern und Klavier. Zum 150. Geburtstag unseres Namensgeber konnten wir nun endlich eine Aufführung mit vollständiger Bläserbesetzung realisieren. Diese gibt uns auch die Möglichkeit, im 1. Teil des Konzertes zwei selten gespielt Solokonzerte erklingen zu lassen. Nach der frühen Kammermusik, den weltweit erfolgreichen Opern vor dem I. Weltkrieg, einer auf diesen folgenden Schaffenskrise, wendete sich Wolf-Ferrari in den 30er Jahren wieder der Instrumentalmusik zu und schuf 1933 das Idillio-Concertino op 15 für Oboe und das Suite-Concertino op. 16 für Fagott. Beide sind im Vergleich zur volltönenden Kammermusik der Jahrhundertwende in einem reiferen, deutlich zurückgenommenen Stil gehalten. Der hymnische Jubel weicht einem leichten und eleganten, an die Opern erinnernden Parlando, die langsamen Sätze pflegen einen ganz nach innen gerichteten Gesang. Das passt wunderbar zu den Möglichkeiten der beiden Doppelrohrblattinstrumente, die den Solopart spielen (Peter Michel – Oboe und Stefan Siber – Fagott). Sie können ihre klanglichen Möglichkeiten und ihre pointierte Wendigkeit voll zur Geltung kommen lassen. Die Kombination der Kammersymphonie mit diesen Bläserkonzerten nutzt nicht nur die vorhandene Besetzung in beiden Konzertteilen aus, sondern zeigt auch, wie verschiedenartig Wolf-Ferraris Kompositionen seien können, wie der Komponist seinen Stil den Gegebenheiten anpasst und die Kompositionen aus diesen entwickelt. Wir freuen uns auf einen herrlichen Wolf-Ferrari Abend mit zwei auch für uns neuen Werken und – nach einer Erfrischung in der Pause - einem bewährten, stolzen Schlachtross in Paradeuniform.
Veronika Würfl - SopranErmanno Wolf-Ferrari - Kammersinfonie (Ausschnitt)
In den MoonMelodies vom Juni und Juli geht es mit Wolf-Ferrari 150 weiter. Zuerst erklingen am 12.6. Sätze aus den beiden herrlichen Klaviertrios op. 5 und op. 7, darunter natürlich der der Kopfsatz des D-Dur Trios, ohne den es das Ensemble und unsere Konzerte nicht geben würde. Dr. Christian Thorau wird zwischen den Triosätzen kurze Gedanken zur Kammermusik von Wolf-Ferrari vortragen. Im Juli erklingen dann Klavierwerke im Wechsle mit dem späten Streichquintett in C-Dur. Nach den Ferien spielen wir alle drei Violinsonaten (op. 1,19 und 27) an einem Sonatenabend, auch das ein Novum in unserer Programmgestaltung.

Mit herzlichen Grüßen im Namen der Musiker
Wolfram Thorau, Niek van Oosterum und Lili Thorau

Idillio-Concertino - Begin

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Ermanno Wolf-Ferrari

Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948)


Vorschau

MoonMelodies in der Grunewaldkirche, 21 Uhr
MM Logo klein

12.6.26, 21 Uhr, MoonMelody CXXXXIV
Wolf-Ferrari Klaviertrios - Anmerkungen zur Musik
Als Gast: Dr. Christian Thorau

3.7.26, 21 Uhr, MoonMelody
CXXXXV
Wolf-Ferrari Streichquintett - Klavierwerke

28.8.2026, 21 Uhr, MoonMelody CXLVI




Kammerkonzert
Samstag, 16.9.2026, 19.30 Uhr
Grunewaldkirche

Wolf-Ferrari 150 - Sonatenabend

Violinsonaten g-Moll, a-Moll und E-Dur