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Liebe Freunde und Förderer des Wolf-Ferrari Ensembles, in der Oktober-MoonMelody widmen wir uns in einem bunten Reigen ganz der späten Kammermusik von Wolf-Ferrari. Dabei erklingt in einem ganz aus Raritäten bestehenden Programm zum ersten Mal die Cellosonate in G-Dur:
MoonMelody CXLVIII in der
Grunewaldkirche Bismarckallee 28b | 14193 Berlin | S-Grunewald | Bus X10, M19, M29, 110, 186 Freitag, 9.10.2026, 21:00 Uhr Wolf Ferrari 150: Späte Kammermusik Cellosonate, Bagatellen für Klavier Streichtrio, Duo für Violine und Cello Uwe Hirth-Schmidt - Violoncello Niek van Oosterum - Klavier Wolfram Thorau - Violine/Viola Lili Thorau - Violine Eintritt frei, Spende erbeten Die
Nachtmusik im Oktober steht ganz im Zeichen der späten Kammermusik von
Ermanno Wolf-Ferrari. Drei kürzere Werke aus den Jahren 1945/46 und
Teile eines unvollendeten Klaviermanuskripts aus den 30er Jahren stehen
dabei auch dem Programm. Eine Premiere in unseren Konzerten stellen
dabei drei Bagatellen für Klavier und die intime Cellosonate, op. 30,
in G-Dur dar. Dazu gesellen sich das Streichtrio, op. 32, in a-Moll und
das Duo für Violine und Violoncello, op. 33b, in g-Moll. Alle Werke
wurden zu Lebzeiten des Künstlers nicht veröffentlicht und erschienen
erst Jahrzehnte nach Wolf-Ferraris Tod Ende des 20. Jahrhunderts im
Druck. Die unvollendeten Bagatellen sind als Manuskript erst seit
wenigen Jahren der Öffentlichkeit zugänglich. Die drei gegen Enden des
II. Weltkrieges bzw. kurz danach entstandenen Kammermusikwerk mit
Streichern ähneln sich in Form und Kompositionsstil. Sie sind in
äußerst kompakter Form dreisätzig gehalten, je von ca. 15 Minuten Dauer
und weisen in eine reduzierten, gesanglich-spielerischen Tonfall auf,
der alle klanglichen Ausschweifungen der frühen, fast 50 Jahr früher
entstandenen spätromantischen Kammermusik der Jahrhundertwende
vermeidet. Auch harmonisch verzichten sie auf übermäßige Verwendung
chromatischer Tonsprache in der Wagner-Nachfolge, so dass sich in
Teilen eher ein neoklassizistischer Eindruck statt des gewohnten,
spätromantischen Wolf-Ferrari Idioms einstellt. Gerade in der
Cello-Sonate gelingt dem Komponisten so in G-Dur ein strahlendes Werk,
das der Kombination der Instrumente ausgesprochen gerecht wird, indem
es den Cellopart nie mit Klavierkaskaden überdeckt und in drei sehr
unterschiedlichen Sätzen auf engstem Raum lichtes und meditatives
Singen mit spielerischen Eskapaden in einem fortwährenden Dialog
verbindet. Das Streichtrio, op. 32, für Violine, Viola und Cello greift
im ersten Satzes Motive des unveröffentlichten Streichquartetts a-Moll
aus den Jahren 1894-95 auf, verarbeitet das Material aber in deutlich
knapperer Form. Die ungewöhnlichste Komposition stellt allein aufgrund
der Besetzung sicher das Duo für Violine und Cello, op. 33b, dar. Es
entstand als Überarbeitung des originalen op. 33, komponiert für die
wahrhaft exotische und erst im Laufe der Wiederbelebung Alter Musik ab
den 60er Jahren überhaupt realisierbaren Besetzung für Viola d'amore
und Viola da Gamba. Sein musikantischer Tonfall ergibt sich wiederum
aus der Besetzung mit nur zwei Streichinstrumenten, die sich
arabeskenartig in allen drei Sätzen umspielen und auf angestrengte
Versuche eines volltönenden Satzes ebenso wie auf kompensierende,
übertriebene Expressivität in Sinne des 20. Jahrhunderts verzichten.
Die klangliche Welt der Spätromantik darf am ehesten in den 1936
entstandenen und Fragment gebliebenen Bagatellen für Klavier noch
einmal aufleben. Aber schon der an Beethoven anknüpfende Titel zeigt
an, dass auch hier keine Ausschweifungen möglich sind und die
musikalischen Gedanken in kurzer Form auf engem Raum ausgearbeitet
werden. Niek van Oosterum wird in der MoonMelody drei der ursprünglich
sechs konzipierten und teils nicht vollständig fertiggestellten
Klavierminiaturen darbieten. Mit der Kombination dieser vier Werke für
unterschiedliche Besetzungen werden wir ein weiteres Mal nicht nur
Wolf-Ferraris Musik in der MoonMelody zelebrieren, sondern auch eine
neue From des musikalischen Dialogs mit mehreren Komponenten
ausprobieren, denn alle Werke erklingen nach der Idee der Nachtmusiken
im Wechsel, so dass Duo, Trio, Klavier- Streicher- oder Mischklang aus
Streichern und Klavier sich fortwährend kontrastieren. Wir hoffen auf
viele interessierte Zuhörer, die mit uns bei Kerzenschein in der
Grunewaldkirche eine weitere Facette des Schaffens unseres
Namenspatrons entdecken und genießen möchten!
Als vollständiges Werk am Stück können sie die Cellosonate und die Bagatellen in unserem Festkonzert am Samstag, den 7. November 2026, ab 18 Uhr in der Grunewaldkirche hören. Hier soll es die Möglichkeit geben, der Musik von Wolf-Ferrari ausgiebig und in Form kompletter Werke in einer langen Nacht zu lauschen. Es wird ein großes Wolf-Ferrari-Klangfest mit dem Klavierquintett, Streichquintett und -quartett, einem Klaviertrio, Klavierwerken, Liedern und mit dem Cellokonzert als Premiere! Wir beenden unsere Wolf-Ferrari Konzerte in der November-MoonMelody am 20.11.2026 mit Chorwerken (zu Gast ist wieder der Berliner Motettenchor), Opernintermezzi und Ouvertüren. Mit herzlichen Grüßen im Namen aller Musiker Wolfram Thorau, Niek van Oosterum und Lili Thorau Gerne können Sie den Link zu dieser Einladung oder dem Flyer weiterverbreiten:
http://wolf-ferrari-ensemble.de/EinladungMoonMelodyCXLVIII-Oktober2026.html WFE auf Facebook: https://www.facebook.com/people/Wolf-Ferrari-Ensemble-Berlin/100045672469729/ Zum Abbestellen unserer Einladungen antworten Sie bitte einfach mit dem Betreff "unsubscribe". Unsere CD Winterreise instrumental für Streichquartett und Klavier gelesen von Jürgen Thormann Bestellung per Mail! ![]() |
Zum Abbestellen unserer Einladungen antworten Sie bitte einfach mit dem Betreff "unsubscribe". ![]() Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948)
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